18. August 2026 • Media and Politics • Switzerland

Drei Jahre Vereinsarbeit

Rückblick: Stadttauben Schweiz 2022–2024

Die Jahre 2022 bis 2024 waren für Stadttauben Schweiz geprägt von praktischer Tierschutzarbeit, Aufklärung und zunehmendem politischem Engagement. Der Verein beriet Menschen bei Notfällen, setzte sich für betreute Taubenschläge ein und verstärkte den Austausch mit Behörden und anderen Tierschutzorganisationen. Besonders die Entwicklungen in Zürich rückten dabei zunehmend in den Mittelpunkt.

2022: Aufklärung und erste politische Veränderungen

2022 zeigte sich bei zahlreichen Anfragen zu verletzten und geschwächten Tauben, wie gross der Bedarf an Information und Unterstützung war. Auch Schulen wandten sich an den Verein.

Gleichzeitig zeichnete sich im Kanton Zürich eine für Stadttauben wichtige politische Entwicklung ab: Ende 2022 wurde die gesetzliche Grundlage für das neue Fütterungsverbot geschaffen. Stadttauben Schweiz stellte diesem Ansatz ein tiergerechtes Management mit betreuten Taubenschlägen gegenüber.

2023: Zürich rückt ins Zentrum

Mit Inkrafttreten des Zürcher Fütterungsverbots am 1. Januar 2023 rückte die Situation in Zürich stärker in den Fokus. Ende Januar fand eine Demonstration für betreute Taubenschläge und einen tiergerechteren Umgang mit Stadttauben statt. Zahlreiche besorgte Bürgerinnen und Bürger wandten sich an den Verein. Stadttauben Schweiz suchte den Austausch mit der Stadt Zürich und intensivierte die Zusammenarbeit mit der Stiftung für das Tier im Recht (TIR).

Auch ein konkretes Taubenschlagprojekt nahm Gestalt an: Ab Oktober 2023 beriet der Verein eine Warenhauskette in der Westschweiz bei der Planung eines betreuten Taubenschlags.

2024: Petitionen und konkrete Projekte

2024 gewann die politische und öffentliche Arbeit weiter an Bedeutung. Stadttauben Schweiz unterstützte die Kampagne «Unsichtbare Tiere» von Sentience, deren vier Petitionen zusammen fast 35’000 Unterschriften erhielten.

Im November wurde zudem die Petition «Beenden wir das Taubenelend in Zürich» dem Zürcher Stadtrat übergeben. Sie verlieh der Forderung nach einem tiergerechteren Stadttaubenmanagement und zusätzlichen betreuten Taubenschlägen in Zürich weiteres politisches Gewicht.

Auch die praktische Arbeit ging weiter. Das 2023 begonnene Taubenschlagprojekt in der Westschweiz war inzwischen bis zum Rohbau fortgeschritten. Gleichzeitig beantwortete der Verein innerhalb eines Jahres fast 400 Nachrichten – vor allem zu Notfällen, Unterbringungsmöglichkeiten und Eierattrappen.

Drei Jahre, auf denen wir aufbauen

Die Jahre 2022 bis 2024 zeigen die Bandbreite der Vereinsarbeit: von der Hilfe bei einzelnen Notfällen über Aufklärung und Medienarbeit bis hin zu politischen Kontakten und konkreten Taubenschlagprojekten. Gleichzeitig rückte die Frage, wie ein langfristiges und tiergerechtes Stadttaubenmanagement in der Schweiz aussehen kann, zunehmend in den Mittelpunkt.

Eine wichtige Rolle spielte dabei über viele Jahre Sabine Ruch, die als Medienverantwortliche die öffentliche Arbeit von Stadttauben Schweiz wesentlich mitprägte. Auch die Zusammenarbeit mit Fachpersonen und anderen Organisationen gewann an Bedeutung und schuf Grundlagen für die weitere Arbeit des Vereins.

Ausblick: Neustart 2025

2025 begann für Stadttauben Schweiz ein neues Kapitel. Sabine Ruch trat nach ihrem langjährigen Engagement aus dem Vorstand zurück. Mit Nina Bachellerie und Sonja Lingchungtsang kamen zwei neue Vorstandsmitglieder hinzu.

In der neuen Zusammensetzung wurden Strukturen und Schwerpunkte überprüft, die Öffentlichkeitsarbeit neu ausgerichtet und neue Projekte angestossen. Das grundlegende Ziel blieb dasselbe: die Situation der Stadttauben in der Schweiz nachhaltig zu verbessern und tiergerechte Lösungen wie betreute Taubenschläge und Eiertausch stärker in der öffentlichen und politischen Diskussion zu verankern.

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